VBT 2009/4

XING (2) InternetworkIng Dass sich das Internet perfekt zum Networken eignet, liegt auf der Hand. Aber funktioniert das wirklich? Und wie? Lars Hinrichs, der heute 33-jährige Hamburger, gründete 2003 das Netzwerk „openBC“. Erst im Jahr 2006 wurde daraus die bekannte Plattform XING, was im Chinesischen „es ist möglich“ bedeutet. Irgendwie logisch: Das Internet mit seiner weltweiten Vernetzung ist geradezu prädestiniert, um ein Business Network zu beherbergen – vor allem, wenn die Entwickler dieser Netzwerke dann auch noch die Vorteile von Datenbanken nützen. In unseren Breiten sind beispielsweise XING und Plaxo recht verbreitet. Doch während XING ausschließlich zur Pflege und Neurekrutierung von Geschäftskontakten dient – von Angestellten, Selbstständigen als auch Privatpersonen wie Studenten, Schülern und Arbeitssuchenden – vermischen sich bei Plaxo Geschäftliches, Freunde und Familie. Wie aber funktioniert XING in der Praxis? Nun, zuerst wird – wie bei allen Social Networks – ein eigenes Profil erstellt. Bereits bei diesem Schritt zeigt sich die Business-Ausrichtung von XING: Ähnlich einem Lebenslauf werden hier Daten wie Schulabschlüsse, weiterführende Ausbildung und bisherige berufliche Stationen angegeben. Auf Wunsch können diverse Kontaktdaten für XING-Mitglieder sichtbar gemacht werden, wesentlich ist aber auch die Zuordnung verschiedener Begriffe – sogenannter Tags –, die dabei helfen sollen, etwaigen Geschäftspartnern die Suche zu erleichtern. Wenn ein Unternehmen zum Beispiel jemanden sucht, der im Bereich der Buchhaltung tätig ist, dann sucht es unter diesem Begriff und findet sofort alle Mitglieder der Plattform, die mit „Buchhaltung“ getaggt sind. Durch die Kombination verschiedener Suchbegriffe hat man auf diese Weise exakten Zugriff auf gewünschte Job-Profile. So gestaltet sich das Netzwerken in der Theorie recht einfach – menschliche Kontakte kann aber auch XING nicht ersetzen. Wofür es sich aber gut eignet: Ein bereits in der Realität geknüpfter virtuelle welten netzwerken Kontakt lässt sich derart hervorragend pflegen. Übrigens: Gegründet wurde XING im Jahr 2003 von Lars Hinrichs, einem heute 33-jährigen Hamburger. Das Netzwerk hieß damals noch „openBC“ (für „Open Business Club“) und trägt erst seit 2006 den Namen „XING“. In der englischen Sprache steht der Name für „Crossing“, also für die Kreuzung von Geschäftskontakten. Was aller- dings die wenigsten wissen: Im Chinesischen bedeutet Xing „es ist möglich“. Mittlerweile hat dieses Business Network etwa 8 Millionen Mitglieder. Eines wollen wir der Vollständigkeit halber noch anmerken: Mittlerweile laufen, vor allem für freiberuflich Tätige, viele Job-Angebote auch über soziale Netzwerke, die eigentlich eher für private Zwecke gegründet wurden – nämlich Facebook, Twitter & Co. www.xing.at www.plaxo.com #4/09 Vienna Business Times 17

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