VBT 2009/4

ErfolGrEich nEtzwErkEn „Wer Erfolg hat, hat Freunde“, sagt man. „Wer Erfolg will, muss Freunde haben“, sagen wir! Wer glaubt, eine blühende berufliche Karriere nur durch fachliche Qualifikation, Fleiß und Disziplin zu erlangen, hat einen Faktor vergessen – das hilfreiche Netzwerk! Was wir alle intuitiv anwenden, um unsere Position mit Hilfe von Bekannten zu verbessern, ist in der Wirtschaft eine eigene Wissenschaft geworden: Networking! Laut Wikipedia sind Networker „Menschen, die ein Beziehungsnetz (soziales Netzwerk) aktiv aufbauen und erweitern. Oftmals werden diese Beziehungen danach gewinnbringend eingesetzt.“ In diesem Artikel begreifen wir Networking als einen positiv wahrgenommenen Erfolgsfaktor im beruflichen wie im privaten Leben und beziehen uns nicht auf negativ konnotierte Begriffe wie Vetternwirtschaft oder Proporz – so viel sei klargestellt. Vielmehr ist Networking lernbares, methodisches Vorgehen, das euch, wenn es richtig angewendet wird, schneller ans Ziel bringt. Daher verraten wir euch 10 „goldene“ Regeln, wie ihr euer Netzwerk optimieren und bestmöglich nutzen könnt. „Interesse zeigen, Gemeinsamkeiten finden, unterstützen … 1. Mache Gespräche zu einem Erlebnis! Nur wer auf andere offen zugeht, lernt Menschen kennen. Manchen fällt dies von Haus aus leicht, für andere stellt es eine Hürde dar, die es zu überwinden gilt. Einfach drauflosreden, geht jedoch oft nach hinten los. Der Inhalt des Gesprächs sollte immer positiv sein und dein Gegenüber treffen. Man sollte sich immer wohl überlegen, was für die Situation, den Gesprächsverlauf und den Menschen passend ist. Verpacke deine Botschaft in einer Geschichte. Unterhalte deinen Gesprächspartner durch emotional ansprechende Darstellungen bestimmter Ereignisse. Denk daran, ein Gespräch lebt nicht nur von verbaler networking thema Kommunikation. Mimik und Körpersprache machen den Großteil eines gelungenen Gesprächs aus. 2. Zeige Interesse! Wer anderen aufmerksam zugewandt ist, dem wird auch bei eigenen Anliegen Gehör geschenkt. Zeige aktives Interesse durch Blickkontakt. Sei ein guter Zuhörer und frage angemessen nach. So verleihst du deinem Interesse Ausdruck. 3. Der erste Eindruck zählt! Stell dich gekonnt, selbstbewusst und einprägsam vor. Dieser erste Schritt sagt viel über einen Menschen aus und bleibt im Gedächtnis. Die Kunst dabei ist, einen guten Weg zwischen Bescheidenheit und Übertreibung zu finden. Man darf nicht zu schüchtern und auf der anderen Seite nicht zu offensiv wirken. Nur Mut! 4. Sei stets wohlwollend und positiv! Negative Gefühle wie Neid, Missgunst und Angst sind keine Bausteine einer soliden Vertrauensbasis. Rede niemals schlecht über andere. Denn so bekommt dein Gesprächspartner auch das Gefühl, du könntest schlecht über ihn bei anderen reden. Sei vorsichtig mit negativer Kritik und ungebetenen Ratschlägen. Diese bekommen erst in einer längerfristigen Beziehung einen Wert und sollten immer fair und angemessen sein. 5. Finde Gemeinsamkeiten! Im Networking stimmt das Sprichwort: „Gegensätze ziehen sich an“ nicht! Gemeinsamkeiten bauen die ersten Brücken zu deinem Gegenüber auf. Sprich über Herkunft, Interessen, Wünsche, Erlebnisse, irgendwo findet man immer Schnittpunkte. Vertiefe und erweitere gefundene Gemeinsamkeiten und pflege diese, wenn die Verbindung ein stabiles Fundament aufgebaut hat. #4/09 Vienna Business Times 05

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