VBT 2009/4

netzwerk-talk mit georg kraft-kinz Die Vienna Business School ist Partnerschule der Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien AG. Das Unternehmen und die Schule bilden damit ebenfalls eine Form von Netzwerk. „Vienna Business Times“ besuchte einen Profi des erfolgreichen Netzwerkens: Vorstandsdirektor Dr. Georg Kraft-Kinz. Ein bereicherndes Gespräch, geprägt von wirklichem Interesse an Menschen, von Gedankenanstößen für den richtigen Umgang miteinander und Tipps, die helfen, wenn man ein wenig schüchtern ist. Herr Dr. Kraft-Kinz, wie schätzen Sie die Bedeutung von Networking ein? Welchen Stellenwert hat es heute in der Wirtschaft und für ein Unternehmen? Networking wird derzeit komplett 08 Vienna Business Times #4/09 Jeder Mensch ist ein kleines Wunder in sich Was macht gutes Networking eigentlich aus? „Vienna Business Times“ ist der Frage auf den Grund gegangen. In einem spannenden Gespräch mit einem Mann, der selbst als hervorragender Netzwerker gilt: Dr. Georg Kraft-Kinz, Vorstandsdirektor der Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien AG. überbewertet. Nämlich jene Form, bei der das Netzwerken als ober- flächlicher Trend- und Modebegriff gesehen, betrieben und damit ab- gewertet wird. Vieles von dem, das heute manchmal als Networking bezeichnet wird, ist in Wirklichkeit das Geplänkel einer Seitenblicke- Gesellschaft, die wenig Wert hat. Nicht für ein Unternehmen – und auch nicht für den Menschen selbst. Es ist ein Fakt, dass man im Laufe eines Berufslebens immer wieder Leute kennenlernt. Das hat nicht zwingend zur Folge, dass aus diesem Zusammentreffen gleich erfolgreiche Geschäfte und Vorteile entstehen. Ein gutes Netzwerk ist in erster Linie einmal vor allem menschlich bereichernd. Jeder Mensch ist mit seiner persönlichen Biografie ein kleines Wunder – es ist wertvoll, sich damit auseinanderzusetzen. Die oberflächliche Haltung „Ich geh‘ da jetzt hin, um wieder wichtige Leute kennenzulernen“ – das habe ich persönlich auch selbst nie „Ein gutes Netzwerk ist in erster Linie menschlich bereichernd.“ (Dr. Georg Kraft-Kinz) gemacht – ist sicherlich kein ent- scheidender Punkt für den Erfolg eines Unternehmens. Es geht nicht um die Selbstdarstellung der eigenen Person, sondern darum, dass man ein Unternehmen, für das man Verantwortung trägt oder in dem man tätig ist, weiterentwickeln soll. Und Freude empfindet, dass man dies auch tun darf. Die Qualität in der täglichen Arbeit ist wichtig, das einzuhalten, was man Partnern und Kollegen verspricht. Das ist für mich dann ein echtes Netz von Leuten, die einander vertrauen können. Ich selbst versuche ein Netzwerk zu haben, das auch wirklich ein Netz ist, in dem man sich gegenseitig etwas gibt, und in dem damit auch ein Mehrwert für beide Seiten entstehen kann. Wie stellt sich für Sie der Begriff Networking im Zusammenhang mit dem Vienna Business Circle, dem AbsolventInnen-Netzwerk der Vienna Business School, dar? Gerade AbsolventInnen-Netzwerke, die sich durch eine gemeinsame Biografie, etwas Verbindendes auszeichnen, sind im Vergleich zu dem eingangs Gesagten besonders wertvoll. Ein Netzwerk ist dann gut, wenn man sich gegenseitig Fragen stellt, wenn man offen ist füreinander, wenn man sich für den anderen interessiert und mit ihm spricht. Der beständige Austausch von Menschen, die im Hintergrund eine Verbindung haben – im Fall des Vienna Business Circle ist es die gemeinsame Ausbildung –, führt längerfristig auch zu einem wirklichen Nutzen. Offenheit, Vertrauen, Verlässlichkeit und Gemeinsamkeiten bilden auf der einen Seite die Basis für eine gute Verbindung. Wie soll sich denn eine erste Begegnung gestalten?

Weitere Seiten in diesem Flash-Magazin:

Sie befinden sich auf der Textversion einer Flash-Seite. Um die Seite in ihrem vollem Umfang betrachten zu können, benötigen Sie den Flash Player ab Version 8, sowie aktiviertes Javascript.

Sie können jederzeit versuchen, diese Abfrage zu überspringen und das Magazin trotzdem aufzurufen, indem Sie hier klicken!

Flash Magazin, Katalog und Content Management System powered by flipmag.com